Der AStA der Universität Lüneburg ist entsetzt, dass nach zweimaliger, nicht öffentlicher Verhandlung im akademischen Senat eine Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit von Universität, Stadt und Landkreis in Universitätssenat und Stadtrat beschlossen wurde. Die Rahmenvereinbarung bezieht sich u.a. auf den Bau eines Audimax auf dem Campus Scharnhorststrasse. Dieser wurde in der Vergangenheit von Vizepräsident Holm Keller mit den Worten es gäbe „keine faktische Grundlage“ als „Komplettgerücht“ mehrfach öffentlich dementiert.Was genau in der Rahmenvereinbarung steht, kann nun auch nachgelesen werden. Es zeigt sich, dass sie sich eigentlich nur auf das geplante Audimax bezieht und in anderen Punkten sehr allgemein gehalten ist.
Der AStA verurteilt diese Abläufe in aller Deutlichkeit, da das Verfahren (...) gegen grundlegende demokratische Prinzipien der Universität verstoßen hat. Die Mitglieder der Stiftung Universität Lüneburg sind vor dem Beschluss des Stadtrats nicht über eine Rahmenvereinbarung bzw. deren Inhalt informiert worden. Dies hat eine hochschulöffentliche Diskussion zur demokratischen Meinungsbildung effektiv verhindert. Das Universitätspräsidium setzt somit seine Strategie der gezielten Informationszurückhaltung trotz mehrfacher Aufrufe durch die Verfasste Studierendenschaft (AStA und StuPa) und anderer Mitglieder der Universität fort.
Unsere eigentliche Kritik am Audimax lautet: Einerseits wird es wohl überdimensioniert sein und Folgekosten in unabsehbarer Höhe nach sich ziehen, derzeit kostenlose Parkfläche verwandelt sich wohl in eine kostenpflichtige Tiefgarage und das Biotop (das mehr als nur eine kleine Ökospielerei ist) müsste wohl dran glauben. Andererseits wird es zwischen 60 und 110 Mio € kosten. Egal wo dieses Geld herkommt, es wird bitter in der Lehre fehlen.
Die Art und Weise, wie Spoun/Keller versuchen, es durchzusetzen, zeigt nur, dass die Kritik wohl berechtigt ist.