Donnerstag, 27. September 2007

Strafanzeige gegen Dr. Spoun

Laut LZ hat jemand "aus dem Umfeld der Uni Hamburg" Dr. Spoun angezeigt, weil er einen Prof.-Titel führe, ohne Professor zu sein. §132a StGB lautet:
Wer unbefugt inländische oder ausländische Amts- oder Dienstbezeichnungen, akademische Grade, Titel oder öffentliche Würden führt ... wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
Dr. Spoun war zwar niemals Inhaber eines Lehrstuhls, wurde aber kurz nach seiner Ernennung zum Uni-Präsidenten als Gastprofessor an die Uni St. Gallen berufen. Ob sich so ein Nebenjob für einen Vollzeitpräsidenten ziemt, ob der Professorentitel eine Gefälligkeit alter Seilschaften ist, interessiert hier nicht.

Dr. Spoun führt seinen Prof.-Titel mit dem Zusatz "Prof. (HSG)" und damit wohl auch zu recht. So gibt er sich denn auch gelassen, obwohl merkwürdig ist, dass er eine Strafanzeige (!) als eine verwaltungsrechtliche Kleinigkeit abtut. Die (spannende) Frage lautet also: Berechtigt eine Gast-Professur an einer ausländischen Hochschule dazu, den Prof.-Titel in Deutschland zu führen? Vielleicht finden sich ja ein Leser, der hierzu detailliertere Kenntnisse hat.

Mittwoch, 26. September 2007

Klaut Stratmann wirklich Studienplätze?

Stratmann klaut Studienplätze, beklagt der AStA lautstark und kritisieren aufs Schärfste folgendes: Die Arbeitsleistung FH-Professoren wurde mit 14 statt 18 Semesterwochenstunden angesetzt, was uns 200 Studienplätze kostet. Vordergründig ein Skandal, den wir kurz näher betrachten wollen.

Ein Professor lehrt üblicherweise 8 SWS. Der Rest seiner Zeit geht für die Vor- und Nachbereitung seiner Lesungen drauf, für Gremienarbeit und natürlich für die Forschung. An Fachhochschulen wird aber per Definition zunächst einmal gar nicht geforscht, weshalb ein FH-Professor 18 SWS zu lehren hat (was im übrigen wirklich ein Vollzeit-Job ist).

Das hat sich vor etwa 20 Jahren geändert: Auch an Fachhochschulen wird seitdem geforscht. Allerdings hat nicht jeder einzelne FH-Professor einen Forschungsauftrag, sondern die FH als ganzes. Und diese wiederum teilt einigen ausgewählten Professoren in unterschiedlichem Umfang Zeit und Mittel für die Forschung zu. Erhält ein FH-Professor einen Forschungsauftrag, wird die Zeit seiner Lehrverpflichtung gekürzt. Das kann durch freie Forschungssemester oder dauerhaftes Absenken der zu leistenden SWS geschehen.

Bekanntermaßen laufen am Volgershall verschiedene Forschungsprojekte, die von FH-Professoren getragen werden. Wir wissen nicht, in welchem Umfang sie deshalb weniger lehren. Wir wissen nicht, ob Stratmanns Zahl von 14 SWS eine pauschale Schätzung ist oder auf einer konkreten Kalkulation beruht. Wir raten aber dem AStA, sich ein kleines Stück weniger weit aus dem Fenster zu lehnen und ggf. genauer zu beziffern, mit wievielen SWS ein FH-Professor veranschlagt werden sollte.

Donnerstag, 2. August 2007

Koennt ihr es ueberhaupt noch empfehlen sich an der Leuphana einzuschreiben?

Im Kommentar zum letzten Blog-Eintrag tauchte die Frage auf:
Koennt ihr es ueberhaupt noch empfehlen sich an der Leuphana einzuschreiben?
Dazu sei zunächst gesagt: Dieses Blog dient nicht dazu, Erstsemester abzuschrecken. Uns ist bewusst, dass unsere Anschuldigungen teilweise diesen Effekt haben. Das ändert aber nichts an der Berechtigung unserer Kritik.

Die Frage, ob wir unseren Studienort noch empfehlen können, kann nicht in einem Satz beantwortet werden. Da spielen eine Menge Faktoren hinein. Unter Professoren, Angestellten und Studierenden gibt es erheblichen Unmut, was die Reformen betrifft. Gerade seitens der Studierenden findet wenig Gegenwehr statt. Tenor scheint zu sein: Bloß schnell zu ende studieren, bevor uns der Hahn abgedreht wird. Die Uni-Leitung hat allen Alt-Studierenden versprochen, dass sie ihr Studium geordnet und sinnvoll zu ende bringen können. In einigen Fachbereichen scheint das sehr gut zu funktionieren, in anderen sind erhebliche Zweifel angebracht.

Die Frage zielt aber auf ein Studium an Leuphana-College. Das ist weitgehend einmalig, neu strukturiert, es gibt keinerlei Erfahrungswerte. Schon deshalb können wir Euch weder zu- noch abraten. Ihr solltet ganz vor allem versuchen herauszufinden, ob Euer jeweiliger Studiengang in etwa Euren Wünschen und Erwartungen entsprechen könnte, und danach entscheiden.

Die Universität ist sehr inhomogen und wird es entgegen der Hochglanz-Leuphana-Propaganda auch noch mehrere Semester lang bleiben. Das liegt vor allem an der Fusion zwischen Fachhochschule und Uni vor 2 Jahren. Die Lage scheint in den ehemaligen FH-Studiengängen ein gutes Stück entspannter zu sein als in den ehemaligen Uni-Fakultäten. Und das scheint auch weiterhin für den Bachelor zu gelten. Die Alt-FH hatte eine andere Kultur. Die Studiengänge waren verschulter, aber erheblich besser organisiert, es gab und gibt klare Pläne zum Studienverlauf, feste Klausurzeiten, ein äußerst angenehmes Verhältnis zwischen Zahl der Studierenden und Zahl der Dozenten. Dass Studiengänge überlaufen sind, mies organisiert, Du auch mal mehrere Semester auf die Korrektur einer Hausarbeit wartest, das ist vor allem aus den oft schlecht besetzten Studiengängen der ehem. Universität bekannt, speziell in den pädagogischen Fächern.
  • Lehramt, ehemaliger Uni-Studiengang, teilweise chaotisch organisiert, chronisch unterbesetzt, dass sich das in Zukunft verbessert, kann man nur hoffen, evtl. in Zukunft von Streichung bedroht
  • Pädagogik, siehe Lehramt
  • Sozialpädagogik (Uni und FH) sind fusioniert. Neue Strukturen bilden sich gerade heraus. Der FH-Studiengang war ordentlich organisiert und hatte einen guten Schlüssel, der Uni-Studiengang z.T. sehr chaotisch und überlaufen.
  • Kulturwissenschaften, sehr frei, einerseits Defizite im Bereich der Lehre, andererseits ein seltener Studiengang und Aushängeschild der Universität. Wer sich hierfür entscheidet, wird wohl überhaupt Schwierigkeiten haben, einen Studienplatz zu bekommen. Das Studium in Lüneburg ist trotz einiger Defizite empfehlenswert. In kaum einem Studiengang sind Gestaltungsspielraum und Mitwirkungsmöglichkeiten der Studierenden so hoch
  • Umweltwissenschaften: Ebenfalls ein Aushängeschild mit gewisser Zukunftssicherheit und anscheinend ordentliche Bedingungen
  • BWL (Uni und FH zusammengelegt), der Studiengang ist weitgehend von der Ex-Uni aufgesogen. FH-Kultur findet sich hier kaum. Die Ausstattung ist gut, der Studiengang wird als "wirtschaftsnah" Bestand haben und Mittel erhalten
  • Wirtschaftsinformatik: Viel ehemalige FH-Kultur, gut durchorganisiert, guter Betreuungsschlüssel, teilweise wird recht streng "gesiebt". Problem: BWL-Anteile finden am Campus statt, während die Informatik im Volgershall gelehrt wird: Das Pendeln zwischen 2 Vorlesungen ist mit dem Bus gar nicht und mit dem Rad/Auto nur unter Stress zu schaffen.
  • Automatisierungstechnik: Kleiner, familiärer Studiengang am Volgershall mit ausgezeichnetem Schlüssel. Als Fremdkörper und für die Uni recht teurer Studiengang evtl. ein Streichungskandidat.
  • Bauingenieur und angewandte Informatik in Suderburg: die letzte Zweigstelle der Alt-FH außerhalb Lüneburgs. Gerüchten zu Folge von Streichung nach der Landtagswahl 2008 bedroht.
  • Wirtschaftsrecht: Ehemaliger FH-Studiengang und entsprechend gut bestückt und organisiert. Elite-Fach im spounschen Sinne. Schlüssel, Mittel und Organisation stimmten, beste Chancen für Absolventen, wahrscheinlich langfristig gesichert.
  • Wirtschaftsspychologie: Siehe Wirtschaftsrecht.
Das kann natürlich nur eine grobe Orientierung sein. Bei Deiner Auswahl solltest Du noch weitere Faktoren berücksichtigen: Du studierst hier (wie fast überall) nur noch auf einen Bachelor und evtl. später Master. Das heißt, von Dir wird permanent verlangt, innerhalb bestimmter Fristen bestimmte Scheine zu schaffen, wobei Du nur wenigen Wiederholungsmöglichkeiten hast. Wer nicht diszipliniert studieren kann oder will, kann sehr viel schneller als früher exmatrikuliert werden. Der Workload ist dermaßen hoch, dass ein Nebenjob oder Kindererziehung kaum noch möglich sein werden. Dafür wird ein Teilzeit-Studium angeboten, welches wiederum nicht mit dem BaFöG kompatibel ist.

Im Gegensatz zu anderen Bachelor-Studiengängen gibt es das so genannte Leuphana-Semester, das alle Studierenden (fast) einheitlich absolvieren. Dieses Semester ist eine lobenswerte Idee, hat aber zur Folge, dass der Stoff des Bachelors von 6 auf 5 Semester komprimiert wird. Einen Abschluss in der Regelstudienzeit zu schaffen, wird am Leuphana-College eventuell schwieriger sein als an anderen Universitäten, es sei denn, man entscheidet sich für die Studiengänge mit gutem Betreuungsschlüssel.

Eine ganz große Rolle bei der Entscheidung spielt aber schließlich auch noch der Studienort. Lüneburg ist nicht zu groß und nicht zu klein, hat ein sehr angenehmes Flair, die Vorteile der Nähe zu Hamburg ohne die Reizüberflutung und Ablenkung einer Großstadt und einen brauchbaren Arbeitsmarkt für Nebenjobs.

Tja und ganz am Ende die Sache mit dem Spoun. Wir haben offenbar einen Präsiditenten, der möglichst flott und undemokratisch bis autoritär versucht, durchzuregieren und dabei neoliberalen Ansichten folgt. Der (zumindest nach derzeitiger Lage) eine Hochglanzfassade und Imagekampagne aus dem Boden stampft und ein 100-Mio-Euro-Audimax zusammenmauschelt, aber entschieden zu wenig Lösungen für die Probleme und Defizite an unserer Uni anbietet. Ich tippe mal einfach: Wer "wirtschafsnah" und karriereorientiert die entsprechenden Fächer studiert, wird sich damit sehr wohl fühlen. Wer eher links und/oder geisteswissenschaftlich orientiert ist und beim Studium noch immer an WG-Diskussionen und Che-Plakate denkt, wird sich vermutlich sein ganzes Studium über an dieser Uni reiben.

Das Leuphana-College ist, wie gesagt, völlig neu und unerprobt. Wie gut oder schlecht es seine Versprechen einlösen wird, kann derzeit niemand sagen. Bedenklich stimmt, dass selbst Präsident Spoun Leuphana mit einem Ei vergleicht, bei dem man vorher nicht wisse, was herauskommt. Dieses Risiko/Abenteuer muss eingehen, wer hier studieren möchte. Auf der anderen Seite sei gesagt: Die lehrenden Professoren waren auch schon vor Spoun da und haben damals ganz überwiegend die gleichen Vorlesungen gehalten wie heute. Eine Uni ist mehr als sein Präsidium. Zumindest in den Studiengängen, die noch weitgehend ihren Pendants aus der Zeit vor der Fusion ähneln und von den gleichen Professoren betreut werden, ist vieles noch wie damals. Mit allen Vor- und Nachteilen.

Donnerstag, 28. Juni 2007

Audimax: Ein paar Denkanstöße

100 Millionen Euro. So viel, sagte ein Gerücht, das es unter anderem bis in die taz geschafft hat, solle das Audimax kosten. Das ist eine gigantische Summe für diese kleine Uni. Viele wollte das nicht glauben, allerdings gibt es einen interessanten Anhaltspunkt, dass diese Zahl stimmen könnte: Laut LZ vom 25.06. hat Dr. Spoun freimütig erzählt, schon seit längerem eine Sponsorenzusage über 85% erzahlten zu haben. Das wären 85 Mio €. Über die fehlenden 15 Mio € gibt es in der Rahmenvereinbarung eine Zusage seitens Stadt- und Landkreis Lüneburg. Die Zahl sollte also stimmen.

Derzeit studieren etwa 9200 Menschen an der Uni. Pro Studierendem werden also weit mehr als 10000 € ausgegeben. Blasphemische Frage: Wie würde die Uni dastehen, wenn diese Summe der Forschung und der Lehre zur Verfügung stehen würde? Oder nur ein Zehntel davon? Offenbar ist es Sascha Spoun gelungen, relativ mühelos und in äußerst kurzer Zeit 100 Mio € einzuwerben. Sollte er innerhalb der nächsten 12 Monate nur 10 Mio € zusätzliche Mittel für die Lehre auftreiben, ziehen wir unseren Hut und stellen dieses Blog ein. Verprochen.

Für die Berufung von Daniel Libeskind (die über unsere Köpfe hinweg entschieden wurde) stellt das Land Niedersachsen Sondermittel zur Verfügung. Kann das sein? Wir haben massive Probleme, die Lehre in bestimmten Fächern aufrecht zu erhalten, Dr. Spoun spekuliert schon öffentlich damit, die Zahl der Studierenden zu senken, um diese Problem zu lösen. Das alles, weil nicht genügend Mittel von der Landesregierung nicht bereit gestellt werden? Und solche Mittel gibt es so mir nichts dir nichts für eine Gast-Professur in einem bei uns eher irrelevanten Bereich und wahrscheinlich für eine Professur, die wahrscheinlich nicht für die Lehre eingerichtet wurde, sondern damit das Audimax ohne Ausschreibung gestaltet und gebaut werden kann? Hier drängt sich massiv der Eindruck auf, dass wir mit dem schönen Schein des neuen Audimax erschlagen werden sollen, während man uns an der Nase herumführt.

Noch zur Personalie Libeskind: Im weißen Gold wird behauptet, er sei für die Lehre wenig geeignet. Da müssen wir ihn wohl verteidigen. Laut LZ ist dies die 25. Berufung Libeskinds an eine Universität. Als Referenenz wird u.a. Yale genannt. Einem allgemeinen Libeskind-Bashing wollen wir uns nicht anschließen. Und auch die ästhetische Qualität tut wenig zur Sache.

In den Diskussionsforen ist noch ein interessantes Argument aufgetaucht: Wegen Mittelkürzungen könnten sehr bald Hochschulen in Niedersachsen geschlossen werden. Dass gerade die kleine Universtität Leuphana davon betroffen sein könnte, ist nicht von der Hand zu weisen. Durch den Audimax-Bau und die Libeskind-Berufung könnte man es der Landesregierung tatsächlich schwer machen, gerade uns "abzuwickeln". Aber dass sich die Uni über Audimax und Libeskind statt über Forschung und Lehre profilieren will: Arme Leuphana!

P.S.: Laut Dr. Spoun ist weiterhin völlig offen, ob das Audimax überhaupt gebaut wird. Wer's glaubt...

Audimax: Meinungsbild zur Ästhetik

Gestern also hat Daniel Libeskind die Entwürfe für das Audimax vorgestellt. Seine "Show" ist sehr gut aufgenommen worden und er halt viel Applaus erhalten. In den Kommentaren findet sich eine recht fundiert klingende Stellungnahme, warum das Audimax inadäquat ist. Die Kurzumfrage im Bekanntenkreis ergab ein ambivalentes Bild. Einige finden den Bau "cool" oder "toll". Andere finden ihn lächerlich und benutzen Begriffe wie "Ufo" oder "Science Fiction". Einer meinte, das sei nur ein zweites jüdisches Museum, eben in Lüneburg statt in Berlin. Auch wenn der Audimax-Entwurf bei weitem nicht so düster und zerrissen wirke, so verwende er doch die gleiche Formensprache: zerrissene Flächen, erdrückende Fassade, expressionistisch-psychotisch wirkende schiefe Winkel. Das sei im Grunde nicht besonders kreativ oder konzeptionell auf Lüneburg und den Campus abgestimmt. Der Bau könnte einerseits ein gewisses Maß an Aggression aber auch Unkonventionalität, Freiheit (der Lehre?) und Ungebundenheit ausdrücken. Andererseits kann man ihn auch als aggressiv, erdrückend und wenig halt gebend empfinden. Ein Wissenschaftsbau solle die schlichte Klarheit von Wissenschaft und Emperie vermitteln. Dieser Entwurf tue das Gegenteil.

Obige Aussagen sind zusammengefasste Zitate aus Gesprächen und aufgeschnappte Gesprächsfetzen. Das Stimmungbild ist (was für ein Wunder!) stark gespalten. Denkt man an die Veranstaltung im Bibliotheksfoyer, scheint der Entwurf ganz überwiegend sehr positiv aufgenommen worden zu sein. Fragt man im Bekanntenkreis herum, ist das Bild ein völlig anderes und die Skeptiker sind weit in der Mehrheit. Dies ist natürlich überhaupt nicht repräsentativ.

Dienstag, 26. Juni 2007

Daniel Libeskind zum Leuphana-Gastprofessor berufen

Äußerlich betrachtet eine tolle Sache. Der derzeitige Star der Architektur, Daniel Libeskind, unter anderem mit dem Bau des "Freedom Tower" in New York beschäftigt, lehrt an unserer kleinen Uni. Das war heute der LZ eine Schlagzeile wert und darüber dürfen wir uns, Leuphana hin oder her, ruhig freuen.

Schade, dass die Freude ein wenig getrübt ist durch die Art und Weise seiner Berufung. Der normale Weg ist, dass Bedarf für eine Professur festgestellt wird. Dann entscheidet der Senat über eine Ausschreibung, die dann anhand sachlicher Kriterien der beste Bewerber gewinnen würde. Eine solche Ausschreibung würde Daniel Libeskind ziemlich sicher gewinnen. Das ganz kann man hochschulintern als demokratischen Prozess unter Einbeziehung der Statusgruppen begreifen.

So ist es leider nicht gelaufen. Der Senat konnte sich nicht zu einer Berufung durchringen. In Folge dessen haben Stiftungsrat und Landesregierung Grünes Licht von oben gegeben. Die Berufung Libeskinds wurde nicht demokratisch sondern autoritär entschieden.

Unterstrichen wird der Imagegewinn, den Libeskind der Universität Leuphana bringt. Das ist aber nur die eine Seite. Das Audimax müsste als Multimillionen-Projekt öffentlich ausgeschrieben werden. Ausnahme ist eine so genannte "In-House"-Vergabe, bei der Projekte ohne Ausschreibung an die eigenen Beschäftigten gegeben werden können. Und ein solcher ist Daniel Libeskind ja nun. Das Audimax kommt also, und zwar ohne Ausschreibung und so wie Spoun und Keller es sich wünschen, im Zweifel also mit Hotel und Tiefgarage auf Kosten von Biotop und Vamos.