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Samstag, 31. März 2007

Markenentwicklung für Universitäten

Interessanter Artikel von Markenbusiness.com über den Trend, dass Universitäten sich zu Marken entwickeln.

Dienstag, 27. März 2007

Wem gehört Leuphana?

Wie jedermann auf der Webseite des deutschen Markenregisters nachlesen kann, gehört die Marke Leuphana tatsächlich nicht der Universität sondern der Werbeagentur Scholz & Friends.

Marken werden in verschiedenen Klassen registriert, da wohl keine Verwechslungsgefahr besteht, wenn Schuhe und Automotoren von verschiedenen Firmen unabhängig voneinander unter einer Marke vermarktet werden sollen. Leuphana ist für 16 solcher Klassen eingetrage, unter anderem (stark gekürzt):
Computer-Software, Mausmatten (Mauspads), Aktendeckel und -hefter aus Papier und Pappe, Heft- und Büroklammeren, Abziehbilder, Rubbelbilder, Papier- und PVC-Aufkleber, Papiertüten, -taschen, -beutel, Geschenkpapier, Partyartikel, Luftschlangen, Tischdekorationen, Geldbörsen, Kosmetikkoffer, Regenschirme, Sonnenschirme, Geräte und Behälter für Haushalt und Küche, Kämme und Schwämme, Bürsten, Putzzeug, Stahlspäne; rohes oder teilweise bearbeitetes Glas, Glaswaren, Porzellan, Bekleidungsstücke, Schuhwaren, Socken, elektronische Spiele, Gesellschaftsspiele, Kartenspiele, Fußbälle, Biere, nichtalkoholische Getränke, Werbung, Erstellen und Herausgabe von Statistiken, Vermittlung von Handels- und Wirtschaftskontakten, Kunst- und Künstlerförderung, Veranstaltung von Modeschauen, Dateienverwaltung mittels Computer, Durchführung von Transkriptionen, Entwicklung von Nutzungskonzepten für Immobilien, Facility management, Erstellung von Steuererklärungen, Erstellung von Wirtschaftsprognosen, Verbraucherberatung, Herausgabe von Druckerzeugnissen, Merchandising, Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations), Outsourcing-Dienste, Personal-, Stellenvermittlung, Personalanwerbung, Personalauswahl mit Hilfe von psychologischen Eignungstests, Überlassung von Zeitarbeitskräften, Vermittlung von Adressen, e-commerce, Finanzwesen, Geldgeschäfte, Finanzdienstleistungen, Bankgeschäfte, Finanzanalysen, Sponsoring, Franchising, Gewährung von Krediten, Kreditvermittlung, Investmentgeschäfte, Wirtschaftsförderung und Ausbildungsförderung, Vergabe von Stipendien, Vergabe von Förderpreisen, finanzielle Existenzgründungsberatung, Immobilienwesen, Sammeln von Spenden, Versicherungswesen, Technologieförderung, Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, Bauwesen, Telekommunikation, Mehrwertdienste, Einstellen von Web-Seiten ins Internet für Dritte, Autovermietung, Personenbeförderung, Transportwesen, Kurierdienstleistungen, Erziehung und Unterricht, insbesondere in Universitäten und Akademien,; Ausbildung, Unterhaltung, sportliche und kulturelle Aktivitäten, Berufsberatung, Betrieb eines Internats, Betrieb von Kindergärten, Betrieb von Museen, Betrieb von Sportanlagen, Betrieb von zoologischen Gärten, Bücherverleih, Durchführung von pädagogischen Prüfungen,; Durchführung von Spielen im Internet, Fernunterricht, Filmproduktion, Herausgabe und Veröffentlichung von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften, Komponieren von Musik, religiöse Erziehung, Veranstaltung von Bällen, Veranstaltung von Lotterien, biologische Forschung, Design von Homepages und Webseiten, Dienstleistungen eines EDV-Programmierers, Dienstleistungen eines Grafikers, Dienstleistungen eines Juristen, Durchführung von Erdölsuchbohrungen, Impfen von Wolken, Mediation, Überprüfen der Straßentauglichkeit von Fahrzeugen, Überwachungsdienste im Bereich des geistigen Eigentums, Wettervorhersage, Catering, Vermietung von Ferienhäusern, Gästezimmern, Betrieb von Hotels, medizinische und veterinärmedizinische Dienstleistungen, Gesundheits- und Schönheitspflege für Menschen und Tiere, Dienstleistungen im Bereich der Land-, Garten- oder Forstwirtschaft
Dieser Markeneintrag kostet jährlich 1600 €, Honorar für den Anwalt noch nicht mitgerechnet. Diese Kosten hat aber nicht die Uni, sondern die Werbeagentur Scholz & Friends, denn die Marke mit all ihren Rechten ist auf diese Agentur eingetragen. Sollte die Agentur jemals auf die Idee kommen, irgend etwas selber unter dem Namen Leuphana vermarkten zu wollen: Die Uni wäre dem machtlos ausgeliefert.

Laut Markenregister wurde der Antrag auf Markenschutz am 17. Oktober 2006 gestellt. Sechs Wochen später schreibt Univativ:
Der Vorschlag des Präsidiums (...) sorgte bei Redaktionsschluss für viel Diskussionsstoff auf dem Campus. Eine abschließende Entscheidung über diesen Plan war allerdings noch nicht gefallen.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt... Die Widerspruchsfrist, übrigens, läuft noch.